Discgolf: Junge Sportart mit garantiertem Spielspaß
23 Jun , 2016

Discgolf: Junge Sportart mit garantiertem Spielspaß

Discgolf (auch als “Frisbee-Golf” bekannt) findet weltweit immer mehr Anhänger. Die Sportart entwickelte sich in den 1970er Jahren in den Vereinigten Staaten, bevor sie nach Europa kam und auch hierzulande populär wurde. Laut einer offiziellen Statistik der PDGA (Professional Disc Golf Association) spielen eine halbe Million Menschen regelmäßig Discgolf. Weltweit existieren etwa 1.500 Kurse. In der Schweiz entstand Mitte der 80er Jahre eine Frisbee-Golf-Szene. Das bedeutendste Turnier, die Swiss Open, wird jährlich im Rahmen der PDGA Eurotour in Genf ausgetragen. Der mit Abstand bekannteste Schweizer Discgolfer, Paul Francz, gewann drei Mal den Europameistertitel und siegte zwölfmal bei der Swiss Tour.

Beim Discgolf wird versucht, die Wurfscheibe in einen ca. 1,40 Meter hohen Korb zu befördern. So wie beim Golf wird von dort aus weitergespielt, wo die Scheibe liegen bleibt. Zwischen Abwurfpunkt und Korb liegen in der Regel zwischen 50 und 200 Meter. Typischerweise besteht der Ablauf aus dem Abwurf (Drive), der Annäherung (Approach) und dem Putt.

Discgolf-Anlagen werden häufig in bestehende Grün- und Sportanlagen integriert. Solche Kurse sind für jedermann zugänglich und können kostenlos genutzt werden. Daneben gibt es auch ausgewiesene Discgolf-Kurse, die bis zu 18 Bahnen beinhalten. Jede Bahn eines Discgolf-Kurses ist mit einem Par versehen. Das Par ist ein Richtwert, der die vorgesehene Anzahl an Würfen angibt. Auf den meisten Bahnen ist Par 3 oder 4 vorgesehen.

Discgolf ist ein abwechlungsreicher Sport, der eine Menge Spielspaß bietet und ideal für Familien und Gruppen geeignet ist. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht – der Sport eignet sich für alle Generationen und kann ganzjährig gespielt werden. Das nötige Equipment kann in Discgolf-Anlagen gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden. Drei Wurfscheiben, eine Scorecard und ein Kugelschreiber sind alles, was man für eine Partie Discgolf braucht.

Das Spielgerät ist eine handelsübliche Frisbee-Scheibe, die den Anforderungen der PDGA entsprechen muss. Zulässig sind außerdem spezielle Golfdiscs, die schwerer als herkömmliche Wurfscheiben sind und eine größere Flugweite erzielen. Durch die verbesserte Aerodynamik ändert sich auch das Flugverhalten. Für den ersten Wurf werden meist sogenannte “Driver” benutzt, die eine Flugweite von 200 Metern oder mehr erreichen. Durch die instabile Fluglage kann das Wurfgerät seitlich abdriften, daher ist eine gewisse Übung im Umgang mit der Scheibe nötig. “Midrange”-Scheiben werden für den Annäherungswurf verwendet und haben eine stabilere Fluglage als Driver. “Putter” werden für den finalen Wurf in den Korb benutzt. Sie erreichen die kürzesten Flugweiten aller Scheiben, fliegen dafür aber sehr stabil.

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David

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