Wasserski: Schwereloses Gleiten mit Spaßgarantie
29 Dez , 2015

Wasserski: Schwereloses Gleiten mit Spaßgarantie

Wasserski

Wasserski ist eine relativ junge Sportart, die sich rund um den Globus großer Beliebtheit erfreut. Der US-Amerikaner Ralph Samuelson gilt als Erfinder dieses Funsports. In den 1920er Jahren kam er auf die Idee, sich von einem Motorboot über das Wasser ziehen zu lassen. Dazu verwendete er Skier aus Holz, die er selbst anfertigte.

Beim Start beugt sich der Skifahrer in die Hocke. Der Fahrer beschleunigt das Boot so lange, bis genügend Kraft zwischen dem Sportler und den Skiern ist. Erst dann geht der Ausübende aus der Hockstellung hinaus und richtet sich auf. Passiert dies zu früh, knickt er in der Hüfte ab und fällt ins Wasser.

Der Sport lässt sich überall dort ausüben, wo Motorboote oder Wasserskilifte bzw. -seilbahnen vorhanden sind. Die Lifte verwenden ein Stahlseil, an das sich alle zehn Sekunden Sportler ankuppeln können. Bei Geschwindigkeiten von 20 bis 60 km/h können so mehrere Skifahrer gleichzeitig gezogen werden. Die Wasserskisaison reicht von März bis Oktober; bei kühlem Wetter werden Wasser- und kälteresistente Neoprenanzüge verwendet, die gegen eine Gebühr beim Betreiber der Wasserskianlage ausgeliehen werden können.

Wer Wasserski fahren möchte, sollte schwimmen können. Was banal klingt, hat einen ernsten Hintergrund – immer wieder kommt es vor, dass sich Leute von Motorbooten oder Wasserskiliften ziehen lassen und dann aus den kalten Fluten gerettet werden müssen. Die Körpergröße ist beim Wasserskifahren nicht relevant, ebenso wenig das Alter des Sportlers. Es gibt allerdings Wasserski-Anlagen, die Kinder unter acht Jahren nicht starten lassen.

Ein Anfängerkurs ist in der Regel ausreichend, um diese Sportart zu erlernen. Schon nach kurzer Zeit kann sich der Sportler auf den Beinen halten; um sich völlig sicher zu fühlen, ist jedoch eine gewisse Routine notwendig. Eine Anfängerstunde, bei der grundlegende Fähigkeiten vermittelt werden, kann bereits für 30 bis 40 Franken gebucht werden. Jugendliche zahlen meist zwischen 20 und 30 Franken pro Stunde. Wer den Sport regelmäßig betreiben will, kann Tages-, Monats- oder Jahreskarten erwerben.

Ein Schutzhelm wird beim Wasserski grundsätzlich nicht benötigt. Nur wenn Sprünge über größere Rampen absolviert werden, sollte der Sportler einen Helm tragen. Anfänger erhalten oft eine Schwimmweste, die aber nicht Pflicht ist. Ein Badeanzug ist dann sinnvoll, wenn die Sonne vom Himmel brennt – durch die Reflexion des Wassers wird das Sonnenlicht um ein Vielfaches verstärkt, sodass sich der Ausübende leicht einen kräftigen Sonnenbrand holt.

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David

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